Maria Reinke

stv. Bezirksbürgermeisterin Eickel | sachkundige Bürgerin

1. Wer bist Du eigentlich?
Eigentlich bin ich schon 74 Jahre alt, aber uneigentlich müssen wir „Jungen Alten“ unsere politischen Interessen lautstark vertreten, was ich auch im Beirat für Senioren und Seniorinnen der Stadt Herne tue.
In der Grünen Fraktion bin ich bereits seit über 25 Jahren in den verschiedensten Ämtern aktiv und mein kritischer Blick ist auch heute immer noch auf die Entwicklung der Gleichstellung von Frauen und Männern gerichtet.
Beruflich war ich als Dipl.-Sozialpädagogin 30 Jahre im Frauenhaus Herne tätig und ich kämpfe auch als Rentnerin ehrenamtlich gegen Gewalt an Frauen und Kindern.

2. Du kandidierst für… ?
Mein Direktwahlkreis ist Wanne-Süd (7), in dem ich mit meinem Lebenspartner sehr gerne lebe und in dem ich auch seit 50 Jahren wohne.

3. Denk an unsere Stadt: An welchen Orten verbringst du am liebsten deine Zeit?
Ich laufe gerne durch den Sportpark (Funpark) und erfreue mich an den neuen wunderbar gestalteten Minigolfanlagen. Außerdem bin ich gerne im Volkspark Eickel mit seinen alten Bäumen und dem Minizoo, der von Alt und Jung gut besucht wird.

4. Was motiviert Dich zu kandidieren?
Ich fühle mich noch nicht dem „alten Eisen“ zugehörig und möchte meine noch verbleibende Lebenszeit sinnvoll einsetzen.

5. Was sind deine politischen Ziele für die nächsten fünf Jahre?
Ich möchte mich für die „Selbstbestimmung im Alter“ und eine gute Beziehung zu der jüngeren Generation einsetzen. Dazu sollte im Quartier Wanne-Süd eine zentrale integrative Begegnungsstätte für Alt und Jung mit vielen generationsübergreifenden Angeboten entstehen.
Außerdem möchte ich die Dürerhalde (Wakefieldstraße/Plutostraße) bekannter machen und mich dafür einsetzen, dass sie zu einer Landmarke ausgebaut wird.

6. Welche drei Gründe sprechen für Dich?
Ich habe Lebenserfahrung, ich nehme die Meinungen der jungen Generation ernst und ich bin interessiert an neuen politischen Entwicklungen.

7. Corona sagt gerade vieles ab. Was vermisst Du hier am meisten?
Da ich sehr gerne singe, vermisse ich meinen Senior*innenchor sehr und vor allem die herzlichen Umarmungen mit Menschen, die ich mag.

8. Auf welche Frage hattest du in letzter Zeit keine Antwort? Hast Du sie finden können?
Wieso gilt das, was Mütter leisten, erst in einer Krise als systemrelevant? Meine Antwort: Familienarbeit ist nach wie vor hauptsächlich Frauensache und ist in normalen Zeiten immer noch „unsichtbar“.

9. Wenn Du genau eine Sache in Herne verändern könntest, was wäre das?
Frauen und Kinder bekämen noch mehr politisches Mitspracherecht.

10. Ich habe noch weitere Fragen, wie erreiche ich Dich?
Du erreichst mich meiner Mail-Adresse: marlies-reinke@gruene-herne.de