Grüne Jugend: Schulkonsens ist ein Kompromiss mit Vor- und Nachteilen

Zu den Auswirkungen der jüngst veröffentlichten Eckpunkte des „Schulkonsens“ zwischen SPD, CDU und Grünen in NRW erklärt Raoul Roßbach, Sprecher der Grünen Jugend Herne:

Es handelt sich bei diesem sogenannten Konsens um einen Kompromiss bei dem es sowohl Licht als auch Schatten gibt. Klare Vorteile sind dabei die Streichung der Hauptschule aus der Landesverfassung, die Schaffung von Planungssicherheit und die zumindest teilweise Verankerung des längeren gemeinsamen Lernens. Das hat auch positive Auswirkungen für Herne. So sind wir nicht mehr länger gezwungen die Hauptschule weiter vorzuhalten und gewinnen zudem die Möglichkeit nun in die konkrete Planung und Umsetzung für die Modernisierung der Schullandschaft in Herne einzusteigen. Für mich bedeutet das vor allem, dass nun geprüft werden muss wo wir noch bestehende Hauptschulen, aber auch Realschulen zur neuen Sekundarschule weiterentwickeln können.

Auch wenn in der neuen Sekundarschule das längere gemeinsame Lernen zumindest für die Klassen 5 und 6 verankert ist, so bleibt dieser Kompromiss weit hinter unserer grünen Idealvorstellung zurück. Eklatantester Fehler der neuen Schulform Sekundarschule ist eindeutig, dass für sie keine Oberstufe vorgesehen ist. Das Abitur bleibt also weiterhin Privileg der Gymnasien und der Gesamtschulen. Hier konnte unser Bildungsideal von „einer Schule für alle“ eindeutig nicht erreicht werden. Vielmehr ist er ein Weg dahin mittelfristig ein zweigliedriges Schulsystem zu etablieren.

So gilt es nun in Herne die neuen zu nutzen und unsere Schullandschaft zu reformieren: Hin zu mehr Klarheit, Chancengerechtigkeit und längerem gemeinsamen Lernen.

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