Grüne fordern: Kein AKW-Müll nach Herne

1221141966_atomkraft_symbol600px-radiation_warning_symbol_svgHerner Grüne stellen sich gegen die Verbrennung von Atommüll in Herne.

Die Herner Grünen sprechen sich gegen die Beseitigung des Mülls aus dem Atomkraftwerk Würgassen in der Anlage der SITA in Herne aus. Wir fordern das Wirtschaftsministerium und die Bezirksregierung auf, keine Genehmigung zu erteilen.
Die Anlage der Fa SITA ist 1991 als Versuchsanlage für die Aufbereitung und Reinigung belasteter Böden errichtet worden; der Betrieb sollte auf 2 Jahre zeitlich begrenzt sein. Damals stand die Anlage in einem Industriegebiet neben der den ehemaligen Chemischen Werken Hüls, später Norsk Hydro.
Aus der alten Versuchsanlage mit zeitlicher Betriebsbegrenzung ist inzwischen eine feste Müllaufbereitungsanlage mit unbeschränkter Betriebsgenehmigung geworden. Auch die Umgebung hat sich gewandelt; aus dem Industriegebiet ist inzwischen ein Gewerbepark geworden, außerdem ist eine Wohnbebauung hinzugekommen. Die SITA-Anlage ist ein eindeutiger Störfaktor im gesamten Gebiet.
Durch die ständige Ausweitung des Abfallartenartenkatalogs wird das Überleben der Anlage gesichert. Auch die jetzt angestrebte Absicht der Aufbereitung von PCB-belastetem und gering radioaktiv verstrahltem Müll ist nur der weitere Versuch, den Abfallartenkatalog wieder zu erweitern. Da viele AKW´s ihr Produktionsende erreicht haben, wird hier zukünftig ein neuer Markt entstehen – SITA will daran offenbar teilhaben.
Sondermüll muss sicher beseitigt werden. Dies setzt voraus, dass die Anlagen nicht nachgerüstete und umgebaute ehemalige Versuchsanlagen sind, die mitten im Stadtgebiet stehen und unter ganz anderen Voraussetzungen genehmigt worden sind.

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