Keine Rennstrecke „Bochumer Straße“!

Die SPD will die Bochumer Straße vierspurig ausbauen. Dieser Plan wird die Straße zur Rennstrecke machen. Wenn in den nächsten Jahren die A 43 ausgebaut wird, werden der Regenkamp und die Bochumer Straße zur Ausweichstrecke werden.

MEHR LEBENSQUALITÄT FÜR DIE ANWOHNER/INNEN

Grüne fordern:

  • mehr Lebensqualität in der Straße
  • Lärmbelastung senken und
  • den Radverkehr sicher führen.

Seit der Eröffnung der U-Bahn im Jahr 1989 soll die Bochumer Straße umgebaut werden.

Das Kopfsteinpflaster der 2. Fahrspur führt zu einer erheblichen Lärmbelastung für die Anwohner/innen und der wichtigen Verbindungsstraße zwischen Bochum und Herne fehlt eine sichere Radverkehrsführung.

Bislang scheiterte der Umbau am fehlenden Geld. Da für die nächsten Jahre keine Besserung erwartet wird, legte die Verwaltung 2010 einen Vorschlag für eine Zwischenlösung auf den Tisch, der die Zeit bis zu einem großen Umbau überbrücken kann und beide Probleme, die Lärmbelastung und die sichere Radverkehrsführung, angeht.

Die Verwaltung schlug vor, die 2.Fahrspur mit dem Kopfsteinpflaster stillzulegen und einen Radfahrstreifen auf der Straße ab zu markieren. Durch eine Verkehrszählung konnte nachgewiesen werden, dass eine Fahrspur pro Richtung ausreichend ist.

Und so sieht die Zwischenlösung aus:

Screeny Shot 27.04.2013 20.46.28

Dieser Vorschlag stieß damals bei SPD und CDU auf wenig Gegenliebe, so wurden die Ergebnisse der Verkehrszählung bestritten und eine Vierspurigkeit weiter gefordert.

Schließlich wurde eine detailliertere Umbauplanung mit Kostenschätzung und neuer Verkehrszählung verabredet. Mit der Umbauplanung und Abschätzung der Kosten wurde das Büro Kühnert beauftragt.

Dessen Vorschläge wurden nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Gutachter haben drei Varianten betrachtet und kommen zu folgenden Ergebnissen:

Eine Fahrspur pro Richtung ist ausreichend.
Eine Radverkehrsanlage kann angelegt werden.
Ein attraktiver Umbau der Straße mit deutlicher Steigerung des Wohnumfeldes (Variante 3)67 kostet rund 3,68 Mio € und erfordert Eigenmittel der Stadt in Höhe von rund 1,4 Mio €. Da die restlichen Gelder überwiegend beim Land beantragt und eingeworben werden müssen, ist der Zeitpunkt der Realisierung ungewiss.
Und hier die drei Varianten der Gutachter in der Skizze:

Screeny Shot 27.04.2013 20.53.08

Kosten für die Stadt 1,49 Mio €

 

Screeny Shot 27.04.2013 20.54.01

Kosten für die Stadt 0,54 Mio €

 

Screeny Shot 27.04.2013 20.54.37

Kosten für die Stadt 1,41 Mio €

Die Grünen schlagen folgendes vor:

Langfristig sollte die Variante 3 realisiert werden.
Wir gehen davon aus, dass kurz- und mittelfristig keine Landesförderung für den Umbau erfolgen wird und wollen daher den alten Vorschlag der Verwaltung mit der Stilllegung der 2. Fahrspur und dem ab markierten Radstreifen sofort umsetzen.

Dieser Vorschlag ist billig und sofort umsetzbar. Er löst das Problem der Lärmbelastung und bringt Sicherheit für den Radverkehr.
Der neue Vorschlag der SPD ignoriert die Ergebnisse der Gutachter. Er orientiert sich am autogerechten Straßenbau. Sicherheit für Radfahrer/innen durch separate Radanlagen gilt als verzichtbarer Luxus. Zudem ist der Vorschlag sehr teuer und wird die Lebensqualität nicht verbessern.

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