Ein Zeichen für den Radverkehr oder ein weiter so der Autolobby?

Ein Kommentar von Dietmar Jäkel, Vorstandssprecher:

Vor einigen Tagen beschäftigte sich die lokale WAZ mit der Frage, ob die Bochumer Straße ab Kreuzung Westring Richtung Bochum demnächst zweispurig oder auf eine PKW-Spur verkleinert wird. Zur Erinnerung (dies fehlte leider in dem WAZ Artikel): in der Vergangenheit hatte das zuständige Fachamt nach einer Verkehrszählung die Dimensionierung auf eine PKW-Spur plus einem ausreichend dimensionierten Radweg als ausreichend bewertet. Eben wie in Bochum zwischen B1 und Bergbaumuseum täglich zu beobachten. Dort funktioniert trotz höheren Verkehrsaufkommens etwas was in Herne angeblich nicht klappen soll!

Die Herner Grünen registrieren seitdem das Fachamt diesen Vorschlag gemacht hat erhebliche Widerstände aus den Rängen der Herner Autolobby. Obwohl der Radweg an der Bochumer Straße Teil eines überregionalen Radwegenetzes ist, schleppt sich die endgültige Entscheidung und Realisierung seit etlichen Monaten dahin. Die Einbindung externer Experten scheint uns nur ein Manöver zu sein um die fachlichen Argumente für eine einspurigen Regelung beiseite schieben zu können. Nach Fukushima war es Mode, von der Energiewende zu reden. Die Energiewende geht natürlich nicht ohne eine Verkehrswende. Wer ernsthaft den PKW-Verkehr umweltfreundlicher machen will, muss auch entschiedener den Radverkehr fördern. Die Verkehrslösung an der Bochumer Straße ist hier sicherlich eine Nagelprobe wie ernst wir es mit einer ökologischeren Verkehrspolitik in Herne halten.

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