Georg Grün: Die Verschwörung des Dr. D.

Bekanntlich haben sich Sodinger Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlossen, um das Gebiet „An der Linde“ in den Landschaftsplan aufzunehmen und so eine Bebauung zu verhindern. Nun wittert Dr. Frank Dudda, Fraktionsvorsitzender der SPD, dahinter eine Verschwörung der Grünen. War er etwa selbst daran beteiligt? Lassen wir die Fakten sprechen. Im Frühjahr 2014 einigten sich Grüne und SPD darauf, dass der Bebauungsplan 215 (An der Linde) nicht weiter verfolgt würde, die Fläche in den Landschaftsplan und in die bestehende Grünflächenplanung aufgenommen würde. Dieses Verhandlungsergebnis wurde im Umweltausschuss am 26.3.2014 mit den Stimmen von SPD und Grünen als Empfehlung an den Rat beschlossen. Neben weiteren Zugeständnissen der SPD (Bochumer Straße zweispurig mit Radweg) reichte das den Grünen, um dem Haushalt zuzustimmen. Nach den Kommunalwahlen und Bildung der Großkoop (Große Kooperation) wollte die SPD davon nichts mehr wissen. Die Verwaltung hatte wohl vergessen (!) den Empfehlungsbeschluss weiter zu leiten. Erst auf Drängen der Grünen kam er auf die Tagesordnung der Gremien und wurde von der Großkoop abgelehnt. Nach dem Protest in Sodingen verlautbarte Dr. Dudda, auch die SPD (und CDU) wolle nicht, dass dort gebaut würde. „Diese Art Politik zu machen, wie die Grünen es tun, grenzt schon an Verschwörungstheorie“, wurde Dr. D. in der Zeitung zitiert. Mal abgesehen von semantischen Feinheiten ( da grenzt eine Art an eine Theorie), sehen auch die Fakten etwas anders aus. Gerade wurde eine Grünflächenplanung beschlossen (LP-Änderung 27), die ausdrücklich auf die Bebauung der Fläche „An der Linde“ Bezug nimmt. So soll eine Sickerwassermulde angelegt werden, die sich aus dem Regenwasserabfluss der Dachflächen speist. Wo Dächer sind befinden sich in der Regel auch Häuser darunter. Außerdem soll eine Baumreihe die Baufläche abgrenzen. Welche Baufläche, müsste sich da doch Dr. D. einmal fragen. Vor rund einem Jahr war er noch für die Aufnahme in den Landschaftsplan, heute ist er dagegen. Hatte er etwa damals an einer Verschwörung zu Gunsten der Freiflächen teilgenommen? GG vermutet dahinter die Taktik: Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern, das ist doch Schnee vom vergangenen Jahr.

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