Die neue Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes an der Südstraße steht für eine verantwortungsvolle Entlastung der Stadt und eine nachhaltige Weiterentwicklung eines seit Jahren brachliegenden Standorts.
Die Grüne Fraktion im Rat der Stadt Herne bewertet die Entscheidung für eine Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes an der Südstraße ausdrücklich positiv.
Für die Grüne Fraktion ist entscheidend, dass das Land aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt hat und nun auf eine feste, qualitativ bessere und nachhaltigere Lösung setzt. Statt provisorischer Zeltstrukturen entsteht eine Einrichtung mit bestehenden Gebäuden, medizinischer Versorgung, Freizeit und Sportmöglichkeiten sowie schulnahen Angeboten für Kinder.
Zugleich ist klar: Es handelt sich um eine Landeseinrichtung. Die Kosten für den Betrieb trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Die dort untergebrachten Menschen werden auf das Aufnahmekontingent der Stadt Herne angerechnet. Das sorgt für Planungssicherheit und entlastet den städtischen Haushalt.
Die Umnutzung eines seit Jahren leerstehenden Gebäudekomplexes ist aus grüner Sicht zudem städtebaulich sinnvoll. Bestehende Strukturen werden genutzt und weiterentwickelt, es erfolgt keine neue Versieglung unberührter Flächen.
Anna Schwabe, Co-Fraktionsvorsitzende, erklärt:
„Wir stehen konsequent für echte Willkommenskultur ein. Dazu zählt für uns, dass die Unterbringung von Geflüchteten in menschenwürdigen Strukturen gesichert ist. Die Planung für die neue Unterkunft sieht hohe Standards hinsichtlich der medizinischen Versorgung, Freizeitflächen und Betreuung vor und hebt sich damit teils deutlich von vergangenen Lösungen ab. Das begrüßen wir ausdrücklich! “
Justus Lichau, Co-Fraktionsvorsitzender, ergänzt:
„Ein weiterer Aspekt, der aus unserer Perspektive zwingend gegeben sein muss, ist die Zugänglichkeit der Unterkunft für die Flüchtlingsberatungsstellen. Zum Zeitpunkt des Einzugs in eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) befinden die Menschen sich im Regelfall am Beginn ihres Asylverfahrens, sodass häufig erheblicher Unterstützungsbedarf besteht. Die Erfahrungen mit der Einrichtung an der Dorstener Str. zeigen: Es braucht klare Ansprechpartnerinnen auf der Seite der Einrichtungsleitung, damit die Bewohnerinnen diese Unterstützung konsequent in Anspruch nehmen können. Auch das gehört für uns zur Willkommenskultur!“
Die Grüne Fraktion wird die Errichtung der neuen Unterkunft somit positiv begleiten und zugleich im Blick behalten, dass neben den baulichen auch die weiteren Anforderungen an eine gute Unterkunft erfüllt werden.