Silvester gemeinsam feiern: Grüne wollen neue Wege für einen verträglicheren Jahreswechsel in Herne prüfen

Wie kann Silvester in Herne auch in Zukunft ein gemeinschaftliches Erlebnis bleiben, ohne Menschen, Tiere und Umwelt unnötig zu belasten? Die GRÜNE Fraktion bringt einen Prüfauftrag ein, der neue Wege für eine zeitgemäße und rücksichtsvoll gestaltete Silvesternacht aufzeigen soll.

Die GRÜNE Fraktion im Rat der Stadt Herne hat einen Antrag eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, Möglichkeiten für eine verträglichere Gestaltung der Silvesternacht zu prüfen. Ziel ist es, den Jahreswechsel weiterhin als gemeinschaftliches Ereignis zu erhalten und gleichzeitig Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt zu reduzieren.

„Silvester ist für viele Menschen ein besonderer Moment im Jahr. Uns geht es ausdrücklich darum, diese Tradition zu bewahren und gleichzeitig darüber nachzudenken, wie wir sie zeitgemäß und rücksichtsvoll gestalten können“, erklärt der Co-Fraktionsvorsitzende Justus Lichau.

Konkret soll die Verwaltung darlegen, welche kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten es innerhalb der bestehenden Rechtslage gibt. Dabei geht es unter anderem darum, sensible Bereiche wie kommunale Parkanlagen und andere Grünflächen besser zu schützen. Gleichzeitig sollen auch Fragen der praktischen Umsetzung betrachtet werden.

„In der Silvesternacht erleben Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei jedes Jahr eine außergewöhnlich hohe Einsatzbelastung. Dazu kommen Auswirkungen auf Tiere und Umwelt. Deshalb halten wir es für geboten, gemeinsam zu prüfen, wie der Jahreswechsel in Zukunft verantwortungsvoller gestaltet werden kann“, so Lichau weiter.

Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags liegt auf der Entwicklung attraktiver gemeinsamer Angebote zum Jahreswechsel. Die Verwaltung soll prüfen, wie ein öffentlich organisiertes Silvesterereignis aussehen könnte. Neben einem klassischen Feuerwerk kommen dabei auch moderne Formate wie Laser- oder Drohnenshows in Betracht.

„An anderen Orten hat sich bereits gezeigt, dass gemeinschaftliche Veranstaltungen zum Jahreswechsel ein starkes Erlebnis für die ganze Stadt sein können. Ein öffentlich organisiertes Angebot könnte auch in Herne ein verbindendes Ereignis sein, das Menschen zusammenbringt und die Belastung durch das dezentrale Abfeuern privaten Feuerwerks mindert.“, sagt Lichau.

Darüber hinaus regen die Grünen an, dass sich die Stadt über den Deutschen Städtetag für eine Weiterentwicklung der bundesrechtlichen Regelungen zum Feuerwerk einsetzt. Ziel ist es, den Kommunen künftig mehr Möglichkeiten zu geben, den Jahreswechsel vor Ort verantwortungsvoll zu gestalten.

Die Ergebnisse der Prüfungen sollen den politischen Gremien im Herbst 2026 vorgestellt werden.